Rezension zu „Abwesenheitsnotiz“ von Lisa Owens

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar über das NETGALLEY erhalten habe (Danke dafür). Diese Rezension erfolgt jedoch ohne jegliche Beeinflussung.

 

Autor: Lisa Owens 
Buchtitel: Abwesenheitsnotiz
Erscheinungsdatum: 01.04.2016
Seiten:  288 Seiten
ISBN/ASIN: 9783492057479

 

Klapptext:

Wenn Claire Flannery eines weiß, dann, dass sie für ihr Glück alleine verantwortlich ist. Claire ist Mitte zwanzig, lebt in London und hat einen Freund, der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat sich gerade ausgeklinkt, ihren Job gekündigt. Weil der nicht zu ihr gepasst hat. Aber: Was passt eigentlich so richtig zu ihr? »Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in deinem Alter war. Klar, ich hatte da schon vier Kinder, aber das moderne Leben ist anders, du hast so viele Möglichkeiten“, sagt die Großmutter und trifft den Nagel auf den Kopf. So treibt Claire durch die Stadt, mal mit, mal gegen den Strom, und beobachtet, was anderen Leuten verborgen bleibt – die arbeiten ja gerade. Ob das auf Dauer gut geht? – Lisa Owens erzählt vom unwiderstehlichen Druck, sich selbst zu finden, und hat mit Claire Flannery die Flaneurin des 21. Jahrhunderts geschaffen.

 

Meine Meinung:

Puh, nach dieser Lektüre fühlt man sich etwas erschlagen. Nicht einmal im negativem Sinn, aber man wird sehr nachdenklich. Ich habe schon während der Lektüre immer wieder Pausen eingelegt, um über das, was ich gelesen habe, nachzudenken.

Lisa Owens Roman ist vom Schreibstil her etwas ganz anderes. Man erhält nicht, wie man es gewohnt ist, einen Text, der nur in Kapitel gegliedert ist. Stattdessen gibt es Oberkapitel unter denen man Momentaufnahmen, ja teilweise fast Notizen finden kann.

Inhaltlich zieht sich durch alles als roter Faden die Suche von Clarie nach dem Job der sie glücklich macht. Auf diesem Weg schweift sie immer wieder ab. Man erlebt Telefonate, Gespräche und Eindrücke, die sie von ihrer Umgebung aufnimmt, mit. Man erfährt hautnah, was sie denkt und manchmal findet man sich selbst in diesen Gedanken wieder. Das sind die Momente, in denen man beginnt selbst zu reflektieren, ob das, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen oder was uns wichtig ist, so wie wir es wahrnehmen wirklich stimmig ist. Auch die Suche nach dem richtigem Job ist etwas, was einen wohl immer wieder beschäftigt und so fand ich  mich in diesem Buch sehr oft wieder.

 

Fazit:

Ein etwas anderer Roman, der einen dazu bringt, darüber nachzudenken, was einem im Leben wirklich wichtig ist.

5 von 5 Büchern

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