Rezension zu “Der Thron der Wölfe” von Kiera Brennan

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar über das Bloggerportal erhalten habe (Danke dafür). Diese Rezension erfolgt jedoch ohne jegliche Beeinflussung.

 


Autor: Kiera Brennan
Buchtitel: Der Thron der Wölfe
Reihentitel: Die Irland-Saga 2
Erscheinungsdatum: 16. Oktober 2017
Seiten:  768 Seiten
ISBN: 978-3764505837

 

Klapptext:

Kiera Brennan ist der aufgehende Stern am Historien-Himmel.

Die Grüne Insel ist vom Krieg gezeichnet: König Henry Plantagenet und seine Normannen sind in Irland eingefallen und tränken die Erde mit Blut. Einzig im Nordwesten der Insel regt sich Widerstand. Die berüchtigten Ritter des Roten Zweiges begehren gegen die Invasoren auf. Zu ihnen stößt der junge Tuan, der als Sohn eines Goldschmieds zwar wenig kampferprobt ist, in Ascall von Toora, dem Anführer der Rebellen, aber einen mächtigen Beschützer findet. Tuan muss seine Treue bald beweisen, denn als Ascall in Gefangenschaft gerät, obliegt es ihm, dessen Geliebte Róisín und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Unterdessen stellt sich Ascall seinem schlimmsten Feind – den eigenen Dämonen …

Meine Meinung:

Mit „Der Thron der Wölfe“ liefert die Autorin Kierra Brennan einen fulminanten zweiten Teil ihrer Irland-Saga. Im ersten Teil um die grüne Insel kommt es am Ende zu einigen überraschenden Wendungen. Dieser historische Roman schließt direkt daran an. Der Roman „Die Herren der grünen Insel“ sollte auf jeden Fall gelesen worden sein, um den Geschehnissen in „Der Thron der Wölfe“ folgen zu können. Man begegnet Protagonisten aus dem ersten Teil, wie Ascall von Toora oder Caitlín, die sich weiterentwickelt haben, aber auch die Kämpfe in und um die Insel gehen weiter. Es kommen aber auch neue Figuren hinzu, wie der Goldschmied Tuan, die für überraschende Wendungen sorgen.

Wir befinden uns im Irland des 12. Jahrhunderts. Die Insel ist von den Normannen besetzt und der Widerstand beginnt sich zu formieren. Da kommen die kampferfahrenen Krieger aus „Die Herren der grünen Insel“ mit kampfunerfahrenen Handwerkern zusammen, da sie alle ein Ziel haben – Ihre Insel wiederzugewinnen und ihre Liebsten zu schützen. Schnell jedoch müssen selbst die unerfahrenen Proben bestehen, Schwache über sich hinauswachsen und Starke benötigen Hilfe. Gerade die Entwicklung, die einzelne Figuren im Rahmen der knapp 800 Seiten machen, sorgt für Authentizität. Sie haben mit ihren Dämonen zu kämpfen und da Grausamkeiten normal sind, hat kein Charakter nur eine gute oder nur eine schlechte Seite.

Wie schon im ersten Teil ist die Welt, in die Kierra Brennan den Leser entführt, anfangs sehr komplex und unübersichtlich. Wer sich jedoch darauf einlässt, kann in die damalige Zeit eintauchen. Die vielen Perspektiven ermöglichen es jedem, dass er sich mit irgendeiner der Figuren identifizieren kann. Wenn man bei den ganzen Charakteren den Überblick nicht verlieren möchte, kann man sich mit den Listen am Ende helfen, die eine kurze Erklärung zu den einzelnen Personen liefern. Ebenso findet sich dort eine Zeittafel, die eine Zusammenfassung über die Geschehnisse gibt.

Wo es im ersten Teil noch zeitweilig Längen gab, ist die Spannung im zweiten Teil der Saga konstant hoch. Als Leser hat man den Eindruck mittendrin im Geschehen zu sein und alles hautnah mitzuerleben. An den Kleinigkeiten und Details merkt man, wie genau Kierra Brennan recherchiert hat, denn viele der Daten stimmen mit den real historischen überein. Natürlich sind viele der Figuren fiktiv, doch es entsteht eine gelungene Mischung zwischen Fakten und Fiktion. Gerade die Figuren tragen die Geschichte. Durch die ganzen Perspektiven gibt es immer eine weiße und schwarze Sichtweise der Handlung. Ebenso ist kein Charakter übermenschlich dargestellt. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen. Wo Ascall von Toora im ersten Band schon eine deutliche Veränderung durchgemacht hat, lernt man hier noch einmal eine ganz andere Seite an ihm kennen. Personen wie der Goldschmied Tuan oder Caitlín O´Bjólan erscheinen hingegen auf den ersten Blick einfach gestrickt zu sein. Doch im Verlauf des Romans wachsen sie deutlich über sich hinaus. Durch Figuren wie John bekommt man die andere Seite der Kämpfe mit und ist daher beim Lesen stets hin- und hergerissen zwischen den beiden Parteien, die um Irland kämpfen.

Fazit:

Eine wirklich geniale Fortsetzung der Irlandsaga! Eine klare Empfehlung an alle History-Freunde.

5 von 5 Büchern

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